Selene in Japan

Ein Jahr im Land der aufgehenden Sonne
 

Letztes Feedback

Meta





 

Archiv

Kamakura - eine Stadt voller alter Tempel und Schreine

Hallo ihr Lieben, hier ein Eintrag über einen Tagesausflug nach Kamakura, eine kleine Stadt ungefähr zwei Stunden von meinem Zuhause entfernt. Dort haben wir uns den "Tsurugaoka Hachiman-gu", den wichtigsten Shinto-Schrein in Kamakura angeguckt. Vor jedem Schrein gibt es eine Art Brunnen, an der man sich die Hände wäscht und etwas trinkt, um sich zu reinigen, bevor man die Schreinanlage betritt. Auf der Anlage gibt es mehrer Schreine, am bedeutendsten ist der "neue Schrein" und der "Alte Schrein" (gebaut 1828), welcher 61 Stufen über dem ersten liegt. Außerdem haben wir uns noch einen der großen buddhistischen Tempel, den "Hase-dera" angeguckt. Dieser ist für seine 9,18m hohe Kannon-Statue bekannt (Kannon ist die Göttin der Barmherzigkeit). Die Statue ist aus massivem Holz und wurde komplett vergoldet. Leider durfte man davon kein Bild machen. Dafür aber hier ein Ausschnitt des wunderschönen Gartens. Danach haben wir uns noch den "Kotoku-in" Tempel angeguckt, welcher den "Daibutsu" beherbergt. Das ist eine 13,35m hohe Statue des Buddha Amitabha aus Bronze. Wirklich sehr eindrucksvoll! Besonders, weil man sich den Buddha auch von innen angucken kann. Eine beeindruckende Arbeit und Technik, wenn man bedenkt, dass 1252 angefangen wurde zu bauen. Auch erwähnenswert sind die "Wächter", die das Eingangstor zu einem Schrein bewachen. Bei diesem Tempel wirklich sehenswert.

4 Kommentare 8.10.14 13:47, kommentieren

Über Taifune, Prüfungswoche und was sonst gerade so passiert

Hallo ihr Lieben! Ich hoffe euch allen geht es gut und ihr genießt den deutschen Herbst. Hier bei mir ist es noch deutlich wärmer und die Blätter der Bäume sind noch fast alle grün. Von dem Vulkanausbruch habe ich auch nur im Fernsehen gehört, das betrifft mich gar nicht. Was die Taifune angeht: ja, die sind auch hier in Yokohama vorbeigezogen. Jedoch darf man das nicht mit dem Schrecken und der Angst, die für uns Deutschen mit diesem Wort verbunden sind, sehen. Denn im Grunde genommen ist ein Taifun ja nur ein kräftiger Sturm. Und da hier nie das Zentrum des Taifuns war, war es das auch nur. Das heißt dann ein Tag kräftiger Regen und Wind. Aber nichts Gefährliches. Ich, als Schülerin, freue mich sogar ein bisschen darüber, denn das kann schulfrei bedeuten! Hier gibt es also nicht "Hitze-" oder "Schnee-", sondern "Taifunfrei". Auch nicht schlecht Diese Woche war Prüfungswoche. Das bedeutet innerhalb von vier Tagen 11 Prüfungen, die jeweils eine Schulstunde, also 50 Minuten, dauern. Das läuft hier einfach anders ab als bei uns, wo man laut Schulgesetz nur max. drei Klausuren pro Woche schreiben darf. Die ganze Woche vorher finden die Schulclubs nicht statt, damit man mehr Zeit zum Lernen hat. Ich bin momentan in meiner zweiten Gastfamilie und werde am 3. November erneut wechseln, das ist jedoch das letzte Mal. Das war von vorneherein schon so geplant, also keine Sorgen Ich habe dieses Auslandsjahr privat organisieren müssen, da Auslandsorganisationen keine Abiturienten als Schüler nach Japan schickt, ich jedoch auch noch nicht volljährig bin und deswegen nichts anderes machen kann. Aus diesem Grund habe ich alles zusammen mit meiner Schule organisiert. Diese hatte aber keine Gastfamilie gefunden, die mich das ganze Jahr über aufnehmen würde. Deswegen die Wechsel. Das bin ich mit meinem Gastbruder in einem Sushi-Fließband-Restaurant. Die übrigens echt faszinierend sind! An jedem Tisch gibt es ein Touch-Bildschirm, über den man bestimmte Sachen auch "bestellen" kann. Die kommen dann über ein zweites Fließband direkt an den Tisch. Und ansonsten schnappt man sich einfach, was man möchte und am Ende tut man alle Teller in eine Art Schacht, wo sie auch gleich gezählt werden und der Preis ermittelt wird.

17.10.14 13:41, kommentieren

Kleine Einführung ins buddhistische Beten

Es gibt eine ganz bestimmte Reihenfolge, wie man an einem Tempel betet: 1. etwas Geld in den Opferkasten werfen 2. sich dreimal verbeugen 3. zweimal in die Hände klatschen 4. leicht verbeugt und mit aneinandergelegten Händen beten 5. fertig Außerdem kann man an Tempeln kleine Holzschilder kaufen, auf die man seine Wünsche für die Zukunft schreibt. Die hängt man dann vor die Tempel. Da sind wirklich schöne Schilder dabei. Zusätzlich kann man noch ein Orakel ziehen. Aber keine Sorge, falls es negativ ausfällt! Einfach zusammenknüllen und an ein dafür vorgesehenes Gestell knoten. Schon ist das Unglück abgewehrt! So einfach

17.10.14 14:18, kommentieren