Selene in Japan

Ein Jahr im Land der aufgehenden Sonne
 

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Impressionen IV

Der Frühling ist gekommen und es ist wunderschön in Japan. Die so viel gelobte Kirschblüte ist tatsächlich noch viel schöner als auf jedem Bild! Der Ausblick vom Fenster meines Probenraumes: Auf meinem Schulweg:

3 Kommentare 1.4.15 11:47, kommentieren

Asakusa

Ende März bin ich zusammen mit Midori, meiner momentanen Gastschwester und Shiori, meiner ehemaligen Gastschwester nach Asakusa gefahren. Das ist ein Stadtviertel Tokios, das absolut sehenswert ist. Dementsprechend ist es aber auch voll mit Touristen. Am bekanntesten sind der Tempel Senso-ji und das Tor Kaminari-mon. Wie beim Buddhismus üblich führt eine Straße vom Tor auf den Tempel zu. Der Senso-ji und dessen Tore sind bekannt für riesige rote und goldene Laternen, die zu berühren Glück bringt. Die Straße ist nur für Fußgänger zugelassen und gesäumt von vielen Ständen, die Souvenirs oder Essen verkaufen. Da findet man echt fast alles! Von ganz billigem Touristen-Ramsch bis zu wirklich wertvollen typisch japanischen Gegenständen. Vor dem Tempel gibt es zwei Stellen, an denen man sich (und seinen Geist) "reinigen" sollte, bevor man zum Tempel geht. Zum einen gibt es eine Art Brunnen, bei dem man mit einer Schöpfkelle etwas Wasser entnimmt und seine Hände wäscht. Es gibt auch Leute, die sich den Mund "waschen", indem sie etwas von dem Wasser in den Mund nehmen und es dann wieder ausspucken.Zum anderen gibt es einen großen Kessel, der mit Sand gefüllt ist und in dem Räucherstäbchen stecken. Den Rauch wedelt man sich zu und wird somit gereinigt. Dann geht man die Stufen zum Tempel hoch, wirft etwas Geld in eine Kiste mit Schlitzen an der Oberseite, klatscht in die Hände, verbeugt sich und spricht sein Gebet. Außerdem sind wir noch in ein Museum über die Edo-Periode (1603-1868) gegangen. Das war auch wirklich spannend! Edo ist der alte Name Tokios, das auch zu der Zeit Hauptstadt war. Gleich in der Eingangshalle gab es schon das erste Highlight: zwei Frauen haben im Kimono auf dem traditionellen Instrument "koto" gespielt! Das lerne ich übrigens seit April auch in der Schule! Dann geht man über eine Nachbildung der nihonbashi-Brücke, über die man früher nach Edo gekommen ist, in die Ausstellungsräume. Ein wirklich empfehlenswertes Museum (falls mal jemand von euch nach Japan kommt ) Auf dem Rückweg zur Bahnstation sind wir an einer Sumo-Arena vorbeigekommen. Da das Eingangstor geöffnet war, sind wie hingegangen, um uns das mal anzugucken. Normalerweise sind die geschlossen und Karten für die Events sehr teuer, aber da gerade Übungskämpfe zwischen den Schülern zweier Sumo-Schulen stattfanden, war die Arena offen. Das mal so von innen zu sehen war definitiv ein weiteres Highlight. Alles in allem ein echt schöner Tag!

3.4.15 05:38, kommentieren