Selene in Japan

Ein Jahr im Land der aufgehenden Sonne
 

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China-Town und "kodomo no hi"

Anfang Mai war die sogenannte "Golden Week" hier in Japan, wodurch ich am 29. April und vom 3. bis 6. Mai frei hatte. Der Begriff "Golden Week" bezeichnet eine Reihe von Feiertagen, die mit Samstag und Sonntag eben eine freie Woche bedeuten können - eine Rarität in Japan! Es fängt an mit dem 29. April "shouwa no hi" (Geburtstag des Kaisers der Shouwa-Amtszeit), dann am 3. Mai "kenpoukinenbi" (Verfassungstag), am 4. Mai "midori no hi" (Tag des Grünen) und am 5. Mai "kodomo no hi" (Kindertag). Da der 3. Mai auf einen Sonntag fiel, war auch der 6. frei. Das ist in Japan so üblich; fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, ist der nächste reguläre Wochentag frei, sozusagen als Ersatz. An einem Tag bin ich zusammen mit meiner Schwester nach China Town gefahren. China Town in Yokohama ist das größte Chinesenviertel in Japan und das drittgrößte der Welt! Das war schon ganz spannend. Allerdings gibt es fast ausschließlich Restaurants oder kleine Shops, die Essen für "auf die Hand" verkaufen. Das fand ich etwas schade. Nichtsdestotrotz war es auch sehr interessant und es gibt sehr viele eindrucksvolle Tore und den "Kwan Tai Tempel", welche wirklich typisch chinesisch aussehen. Jetzt ein bisschen über den "kodomo no hi", den Kindertag. Bis vor ein paar Jahren hieß er noch "sekki no hi", bzw. Jungenfest und stellte somit das "Gegenstück" zum Mädchenfest im März dar. Jedoch hat die Regierung beschlossen, ihn zum nationalen Feiertag zu machen, in Kindertag umzubenennen und somit ein Fest für alle Kinder zu schaffen. Jedoch ist es nach wie vor eher das Jungenfest. Schon vor dem Tag werden "koi no bori" (Karpfenfahnen) aufgehangen, ein großer schwarzer Karpfen stellt den Vater dar, ein etwas kleinerer roter die Mutter und für jeden Jungen im Haus gibt es einen noch etwas kleineren hellblauen. Wie der Karpfen, der gegen die Strömung schwimmt, soll das den Jungen Kraft und Stärke bringen. Außerdem wird ein "kabuko", ein Samurai-Helm zusammen mit Schwert und Pfeil und Bogen aufgestellt. Auch das soll Stärke symbolisieren. Außerdem werden am Tag direkt "kashiwa mochi" gegessen: Reiskuchen, umhüllt mit Eichenblättern.

9.5.15 07:06

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